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Blasformen

Die meisten Ticona Kunststoffe können im Blasformverfahren verarbeitet werden und kommen unter anderem bei Anwendungen wie kleinen Kraftstofftanks für Gartengeräte, Schwimmern in Kfz-Kraftstofftanks, chemikalienbeständigen Behältern, Schläuchen für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen oder Kühlmittelschläuchen, mehrlagigen Strukturen und Arzneimittelbehältern zum Einsatz.

Beim Blasformen unterscheidet man vier Grundvarianten:

Kontinuierliche Blasrohling-Extrusion:
Bei diesem Verfahren wird mit einem Extruder kontinuierlich ein Blasrohling oder Vorformling hergestellt. Zwei Werkzeuge im Wechsel oder mehrere Werkzeuge in einem Drehtisch (Karussell) erfassen eine bestimmte Länge des Blasrohlings, der dann in den Werkzeugen zu einem fertigen Formteil geblasen wird.

Intermittierende Blasrohling-Extrusion:
Ein Extruder produziert kontinuierlich eine Kunststoffschmelze, mit der ein Sammelbehälter gefüllt wird. Dann wird die Kunststoffmasse mit einem Kolben durch eine Düse gedrückt und zum Blasrohling geformt. Dieser wird dann von einem Werkzeug erfasst, in dem er zum fertigen Formteil geblasen wird.

Spritzblasen:
Hierbei handelt es sich um ein zweistufiges Verfahren, bei dem ein Vorformling hergestellt wird, der in nahezu geschmolzenem Zustand gehalten wird. Dieser Vorformling wird in ein anderes Werkzeug eingebracht und zum fertigen Formteil geblasen.

Streckblasformen:
Zunächst wird ein amorpher Vorformling hergestellt, der anschließend auf eine Temperatur über seiner Glasübergangstemperatur erwärmt wird. Der Vorformling wird mittels einer Schubstange gestreckt (gedehnt) und zu Behältnissen geblasen (Flaschen für alkoholfreie Getränke werden z.B. nach diesem Verfahren aus PET hergestellt).

Mit einer programmierten Wanddickensteuerung lässt sich die Wanddicke über die gesamte Länge des Blasteils unterschiedlich steuern oder bei komplizierten Teilen mit hohem Aufblasverhältnis eine einheitliche Wanddicke sicherstellen.

Werkstoffanforderungen:

  • Gute Festigkeit der Schmelze (hohe Viskosität bei einem Schergefälle von null und niedrigem Schmelzindex).
  • Gute Stabilität der Schmelze (unverändertes Molekulargewicht bei Verarbeitungstemperaturen).
  • Angemessene Eigenschaften in Bezug auf das Aufblasverhältnis.
  • Gute Festigkeit der Bindenähte.

Die meisten Kunststoffe lassen sich problemlos im Spritzblasverfahren verarbeiten, während das Streckblasformen eine hohe Viskosität der eingesetzten Kunststoffe bei den jeweiligen Verarbeitungstemperaturen erfordert.

Für das Blasformen geeignete Produkte:

  • Celcon® POM (M15HP, M25, GC25A, M- oder TX-Typen)
  • Celanex® PBT (1600A, 1700A, 2002)
  • Vandar® PBT (2100, 2500, 4602ZHR)
  • Fortron® PPS (SKX-343, SKX-382, 1115LO)


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