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Celcon® und Hostaform® POM sind geeignete Kandidaten für Rotationsformen.

Rotationsformen

Bei dem Rotationsformen wird ein thermoplastisches Pulver in einem biaxial rotierenden Werkzeug langsam geschleudert, erhitzt und geschmolzen, um nahtlose Hohlteile aus Kunststoff herzustellen. Dieses Verfahren zur Herstellung von Hohlteilen wird insbesondere dann eingesetzt, wenn die Formteile komplexe und unregelmäßige Geometrien aufweisen, die mit anderen Verfahren zur Hohlkörperherstellung nur schwer produziert werden können. Dabei entstehen praktisch keine Scher- und Druckkräfte. Einheitliche Wanddicken und Formteilgewichte können problemlos erreicht werden. Der Materialverlust durch Ausschuss ist sehr gering. Rotationsformwerkzeuge sind häufig kostengünstiger als andere Werkzeugtypen.

Um eine gute Oberflächenqualität zu erhalten, werden bei diesem Verfahren in der Regel niedrigviskose Polymere verwendet, da sie besser zu sintern sind. Das Material muss zu einem Pulver der Korngröße 35 Mesh vermahlen werden können, das wie eine Flüssigkeit fließt. Darüber hinaus muss es an der heißen Innenfläche des Werkzeugs anhaften und ohne Druck verschmelzen. Das Material sollte zum Schutz vor Oxidation stabilisiert sein, oder aber das Werkzeug muss während der Verarbeitung mit Stickstoff beaufschlagt werden.

Verfahrensschritte

  1. Beim Rotationsformen wird zunächst eine abgemessene Menge Kunststoff (flüssig oder pulverförmig) in eine Werkzeugkavität eingebracht. Dann wird das Werkzeug geschlossen und in einen Ofen eingesetzt, wo es mit dem Kunststoff auf die Verarbeitungstemperatur erhitzt wird. Während des Aufheizens wird das Werkzeug ständig um seine vertikale und horizontale Achse gedreht. Durch die biaxiale Rotation kommen alle Werkzeuginnenflächen mit dem Kunststoff in Kontakt.
  2. Das Werkzeug wird so lange im Ofen gedreht, bis das gesamte Kunststoffmaterial an den heißen Innenflächen anhaftet und sich zu einer gleichmäßigen Schicht verdichtet hat.
  3. Dann transportiert die Maschine das Werkzeug aus dem Ofen in die Kühlkammer, wobei die Rotation fortgesetzt wird. Das Werkzeug und die Schichten aus geschmolzenem Kunststoff werden mit Luft oder einem Luft-Wasser-Gemisch gekühlt. Dieser Kühlprozess wird fortgesetzt, bis das Formteil so stark abgekühlt ist, dass es seine Form beibehält.
  4. Die Maschine bringt das Werkzeug dann zur Füll- und Entformungsstation. Das Werkzeug wird geöffnet und das Formteil herausgenommen. Danach wird neues Material in den Füllraum gegeben, das Werkzeug wird geschlossen und der Prozess beginnt wieder von vorne.

Geeignete Ticona Werkstoffe:

  • Celcon® POM
  • Hostaform® POM



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