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Historische Highlights: Innovation hat Tradition bei Ticona
Ticona, ein Unternehmen der Celanese, produziert und vermarktet technische Kunststoffe in einem Umfeld, in dem Innovationen an der Tagesordnung sind. Den Blick auf die Zukunft zu richten, hat lange Tradition bei Ticona, wie die Geschichte zeigt. Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück.
In 1863 wird in Höchst am Main eine Fabrik zur Herstellung von Teerfarbstoffen gegründet, aus der später die Farbwerke Hoechst hervorgehen. Etwa zur selben Zeit werden in Großbritannien, den USA und Deutschland die ersten Grundlagen der Polymerchemie gelegt.
Während der Ursprung von Ticona auf der einen Seite auf Hoechst zurückgeht, lässt sich die andere Seite nach Basel zurückverfolgen, wo der Chemiker Henri Dreyfus und sein Bruder Camille 1912 gemeinsam mit dem Unternehmer Alexander Clavel-Respinger die Cellonit Gesellschaft Dreyfus & Co. gründeten. Die Hauptaktivitäten des Unternehmens liegen in der Entwicklung von Materialien für fotografische Filme und der Herstellung von Lacken für „Flugmaschinen“ und Zeppeline.
In den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen machen beide Unternehmen radikale Veränderungen durch und entwickeln sich in neue Richtungen. 1916 und 1917 gründet das Unternehmen der Gebrüder Dreyfus Tochtergesellschaften in Großbritannien und den USA. Die amerikanische Tochtergesellschaft wird 1927 umbenannt in Celanese Corporation of America. Sie ist auf die Herstellung von Fasern, Kunststoffen und Chemikalien spezialisiert.
Zwei Jahre zuvor schließen sich in Deutschland Hoechst und andere Unternehmen (u.a. anderem BASF, Bayer und Agfa) zu dem Chemieriesen IG Farben zusammen. Aus der Entflechtung der IG Farben geht Hoechst 1947 wieder als selbstständiges Unternehmen hervor.
Weitgehend getrennt voneinander wächst in den 50er Jahren jeweils die Bedeutung von Hoechst und Celanese als Hersteller von Kunststoffen. Ticona entsteht schließlich in 1961, als die Celanese Corporation of America und Hoechst die Ticona Polymerwerke als Gemeinschaftsunternehmen gründeten.
Zwei Jahre später wird im Werk Kelsterbach von Ticona die Produktion des Acetalcopolymers Hostaform® POM aufgenommen, einem Hochleistungs-Kunststoff für technische Anwendungen.
1987 wird die Celanese Corporation von Hoechst übernommen und fusioniert mit der American Hoechst Corporation zur Hoechst Celanese Corporation in den USA. 1994 beginnt die Umstrukturierung des Hoechst-Konzerns, die schließlich in der Zusammenlegung der Aktivitäten mit Rhône-Poulenc und der Gründung von Aventis resultiert.
Ein Teilaspekt dieser Entwicklung ist die Zusammenlegung großer Teile der Industriechemikalien-Aktivitäten von Hoechst unter dem Dach von Celanese. Inzwischen sind alle technischen Kunststoffe in den Zuständigkeitsbereich von Ticona übergegangen, das als eigenständiges Unternehmen operiert.
1999 ist der Umstrukturierungsprozess abgeschlossen. Die Celanese AG und damit auch Ticona sind aus dem Hoechst-Konzern herausgelöst und arbeitet seither eigenständig. Das bisher letzte Kapitel dieser Entwicklung ist die Zulassung der Celanese AG zum offiziellen Handel an den Börsen in New York und Frankfurt im Oktober 1999.
Im Jahr 2000 eröffnet Ticona ein neues Werk für Cycloolefin Copolymere in Oberhausen / Deutschland.
Im Jahr 2004 erweitert Ticona die Produktionskapazität für POM in Kelsterbach auf 90.000 jato und in Bishop / USA auf 100.000 jato. Weitere Kapazitätsausweitungen erfolgen für GUR PE-UHMW in Oberhausen / Deutschland auf 40.000 jato.
Im Mai 2005 eröffnen Ticona, Polyplastics Co. Ltd., Mitsubishi Gas Chemical Company Inc. (MGC) und Korea Engineering Plastics Co. Ltd. (KEP) eine neue F+E, Produktion und Compoundierungs-Anlage in Nantong / China.
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